ERNÄHRUNG
Kann man Hunde vegan ernähren?
Ob man Hunde vegan ernähren kann und darf, ist unter Tierhaltern umstritten. In der Wissenschaft herrscht dagegen Klarheit.
Um zu wissen, wofür der Hund gemacht wurde, muss man ihm nur ins Maul schauen. Die Reißzähne zeigen klipp und klar, dass ihm die Schöpfung keinen Brokkoli, sondern andere Tiere auf die Speisekarte geschrieben hat.
Dies bringt viele Hundehalter in ein Dilemma. Einerseits sind sie tierlieb und wissen bestens, dass Tiere keine Automaten sind, sondern Geschöpfe, die zu vielfältigen, auch sonderbaren Empfindungen fähig sind. Dass sie durchs Tierfutter die Massentierhaltung subventionieren – mit ungefähr einer Milliarde Euro im Jahr – dürfte den wenigsten Hundehaltern gefallen. Aber andererseits braucht der Hund halt Fleisch, um gesund zu bleiben. Oder?
Soweit man weiss eben nicht. Fast alle Studien, die es dazu gibt, zeigen, dass man Hunde nicht nur problemlos vegan ernähren kann – sondern sie damit auch gesünder und länger leben.
25 Jahre alt und vegan
Hunde sind eben keine Wölfe mehr. Sie haben sich mit dem Menschen entwickelt und gelernt, Kohlenhydrate zu verstoffwechseln. Wären sie nicht in der Lage, zu verdauen, was dem Menschen von der Tafel fällt, wären sie längst ausgestorben.
Zudem hat das, was im Hundefutter steckt, nichts mit dem guten Fleisch zu tun, das Wölfe reißen. Es sind Schlachtabfälle – Knorpel, Haare, Hufe, Urin – aus einer Massenhaltung, die die Tiere krank und ihr Fleisch ungesund macht.
Dementsprechend berichten viele Hundehalter davon, dass eine vegane Ernährungsumstellung Allergien lindert, Blähungen reduziert und die Verdauung verbessert. Der älteste Border Collie der Welt, die 25-jährige Bramble, war auch Veganerin – was im Mindesten beweist, dass Hunde kein Fleisch brauchen, um lange zu leben.
Die Empfehlungen
Als ideal gilt eine Ernährung, die in moderaten Mengen Getreide enthält, etwa Reis, sowie Kartoffeln und verschiedene Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Linsen oder Sojabohnen. Tierärzte raten jedoch, einige Nährstoffe im Auge zu behalten. So fehlen etwa Taurin und L-Carnitin in einer pflanzlichen Ernährung. In veganem Hundefutter sind sie in der Regel zugesetzt, wer den Hund selbst bekocht, sollte sie supplementieren.
Auf Webseiten wie vierglueck.de kann man veganes Hunde- und Katzenfutter bestellen und sich tiefer in das Thema einlesen. Mit dem Code Vegionale-5 bekommt ihr zudem einen Rabatt bei der ersten Bestellung.